Geschäftsfelder und Organisationsstruktur. Die SOLARWORLD AG, 1998 in Bonn gegründet, ist eins der weltweit führenden Handelsunternehmen kristalliner Solarstromtechnologie. Unser Schwerpunkt liegt auf Solarstromanwendungen von Hausdächern bis zu Großanlagen in den weltweiten Solarmärkten.
Die SOLARWORLD Aktiengesellschaft, Bonn, ist das Mutterunternehmen des SOLARWORLD Konzerns. Die SOLARWORLD AG übernimmt die Funktion einer Holding: Die Aufgaben der Konzernführung liegen beim Vorstand. Zentrale Leitungs-, Steuerungs- und Kontrollfunktionen in den Bereichen strategische Konzernentwicklung, M&A, Finanzen, Controlling, Corporate Communication, Marketing sowie das Nachhaltigkeitsmanagement als Stabsstelle beim Konzernvorstand werden über die Holding wahrgenommen. Zusätzlich agiert die SOLARWORLD AG als europäisches Vertriebszentrum im Handel von Modulen und Bausätzen. Im Falle kapazitätsstarker zentraler Solarstromkraftwerke übernimmt die SOLARWORLD AG für Kunden auch schlüsselfertige Errichtung.
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Konzerngesellschaften, 2008 |
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konzernweite Produktionskapazität im Waferbereich, 2008 |
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Förderprogramme in Deutschland. Deutschland nimmt auf dem Weltmarkt derzeit eine führende Position im Segment erneuerbare Energien ein. Wichtiger Treiber für die Entwicklung dieser leistungsstarken Industrie war das »Erneuerbare-Energien-Gesetz« (EEG). Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung lag 2008 in diesem Markt bei 15 (Vorjahr: 14) Prozent.
Das Land verfügt heute über eine leistungsstarke Solarstromindustrie mit weltweitem Technologievorsprung und rund 48.000 direkt und indirekt Beschäftigten. Das EEG stellt für die Solarindustrie einen wichtigen Investitionsanreiz dar und treibt gleichzeitig über eine jährliche Degression der Förderung – fünf Prozent bis 2008, acht Prozent ab 2009 – die technologische Entwicklung voran.
Das führt zu Effizienzsteigerungen in der Fertigung und bringt Preissenkungen für die Kunden. So konnten die Herstellkosten für Solarstromtechnologien seit 1996 um über 50 Prozent reduziert werden. Im Zuge weiterer Kostendegression wird Strom aus Solarenergie in Kürze die Wettbewerbsfähigkeit zu Bruttostrompreisen privater Haushalte (d.h. die Netzparität, im Englischen »grid parity« genannt) erlangen. Chancen
Förderprogramme in anderen Staaten. Solarstrom spielt global betrachtet bislang mit einem Anteil von unter einem Prozent noch eine kleine Rolle im Energiemix. Der Weltstrommarkt Anreizsysteme sind derzeit noch der entscheidende Investitionsfaktor für die Solarindustrie. Zahlreiche Staaten haben vergleichbare Programme zur Förderung erneuerbarer Energien, die sich zum Teil am deutschen EEG orientieren, angekündigt oder gestartet. Diese Programme werden vergleichbare Marktentwicklungen weltweit begünstigen.
Die steigende Energienachfrage, die Verknappung fossiler Rohstoffe sowie der Klimawandel erzeugen weltweit ein großes Interesse, alternative Energiequellen wie Solarstrom zu fördern. Dabei kommen vier Hauptförderinstrumente zum Einsatz, die entweder auf regionaler Ebene (z.B. Kalifornien/USA) oder auf nationaler Ebene (z.B. Deutschland, Spanien, Italien oder Frankreich) eingesetzt werden.
Förderinstrumente. Das erfolgreichste Instrument sind Mindestpreissysteme wie z.B. in Deutschland angewandt, bei denen garantierte Einspeisevergütungen für den produzierten Strom gezahlt werden. Sie bieten für den Betreiber von Solarstromanlagen, gleich ob auf dem eigenen Hausdach oder in einem Großprojekt, die notwendige Investitionssicherheit.
In vielen Ländern werden darüber hinaus Investitionszuschüsse und Steuererleichterungen gewährt, um die hohen Anfangsinvestitionen für Solaranlagen zu reduzieren. Da diese Fördermechanismen von der realen Leistungsfähigkeit der Solaranlagen entkoppelt sind, bieten sie allerdings wenig Anreize zur Steigerung der Produktqualität. In Frankreich, Griechenland und den USA werden diese beiden Mechanismen deshalb lediglich als zusätzliche Boni auf regionaler Ebene eingesetzt.
Quotensysteme sind ein weiteres, verbreitetes Förderinstrument; sie schreiben für Energieversorger einen bestimmten Anteil von Solarstrom am Strommix fest. Durch ein Zertifikathandelssystem entsteht der Solarstrompreis aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Die Praxis hat gezeigt, dass solche Systeme aufgrund hoher Preisvolatilität zu Investitionsunsicherheit insbesondere bei privaten Akteuren führen und erhebliche Risikoaufschläge zur Folge haben. Zahlreiche Staaten, in denen entsprechende Systeme angewandt wurden, haben diese inzwischen zu Gunsten von Mindestpreissystemen wieder abgeschafft.
Erreichen der Netzparität. Heute sind die Solarstromproduzenten noch auf diese Fördermaßnahmen angewiesen. Jedoch wird voraussichtlich binnen des nächsten Jahrzehnts eine Konstellation erreicht, bei der im Endkundengeschäft der Preis für konventionell erzeugten Strom die Kosten für den vom Endkunden selbst erzeugten Solarstrom übersteigt. Ab diesem Zeitpunkt stellt sich die Netzparität von Solarstrom zu Strom aus dem Netz ein. Das bedeutet: Für Endverbraucher rentiert sich die Installation einer Solaranlage auf dem eigenen Dach auch ohne finanzielle Förderung. Chancen
Mit leistungsstarken Produkten punkten. Als integrierter Konzern verfügt die SOLARWORLD AG über eine tief gestaffelte Wertschöpfungskette und über ein breit gefächertes Produktsortiment. Wir konzentrieren uns dabei auf mono- und multikristalline Solarstromanwendungen.
Diese vereinen zahlreiche Vorteile: hoher Wirkungsgrad und hohe Effizienz, verlässliche Langzeitstabilität, gute Umweltverträglichkeit und kompakte Bauweise. Zudem sind die Kosten des gesamten Systems (Systemtechnik, z.B. Unterkonstruktion, DC- bzw. AC-Verkabelung, Wechselrichter) geringer, da es im Vergleich zu anderen Technologien bei gleicher Ertragsmenge weniger Fläche benötigt.
Im Konzernverbund setzen wir konsequent auf den Einsatz standardisierter Komponenten wie etwa weltweit einsetzbare Steckerverbindungen bei unseren Globalmodulen. Auf diese Weise können wir unsere Automatisierungsprozesse optimieren, die Stückkosten senken und die Verfügbarkeit sowie Liefertreue im Sinne unserer Kunden erhöhen. Nahezu alle Systemkomponenten entwickeln, fertigen und vertreiben wir selbst, wodurch wir deutliche Kostenvorteile erzielen.






