Internationale Kapitalmärkte stark unter Druck im Börsenjahr 2008. Die weltweite Finanzkrise – ausgelöst durch die Verwerfungen des Immobilien- und Hypothekengeschäfts in den USA – verschärfte sich im Laufe des Jahres 2008 und bedrohte die Stabilität des weltweiten Bankensystems. Der Vertrauensverlust der Anleger war so groß, dass er sich auf alle internationalen Aktienmärkte auswirkte und die Börsen massiv an Wert verloren. Aktionäre trennten sich nicht nur von Finanztiteln, sondern auch flächendeckend von Aktien aller Branchen. Diese Entwicklung wurde zusätzlich durch Finanzhäuser verschärft, die Wertpapiere massenhaft am Kapitalmarkt platzierten, um ihre aus der Krise resultierenden Liquiditätsengpässe zu kompensieren.
Der Dow Jones Industrial Index, einer der wichtigsten internationalen Leitindizes, brach um 35 (Vorjahr: plus 6,5) Prozent ein und schloss bei 8.668 Punkten. In Europa sackte der EuroSTOXX im Berichtsjahr um 44 Prozent auf 2.451 Punkte ab. Der deutsche Leitindex DAX büßte im Jahresverlauf 40 (Vorjahr: plus 22) Prozent ein und fiel auf 4.810 Punkte, der Technologieindex TecDAX sank sogar um 50 (Vorjahr: plus 30) Prozent auf 483 Punkte. Auch nachhaltige Titel konnten sich dem Sog der Finanzkrise nicht entziehen. Der Dow Jones Sustainability Index verlor im Jahresverlauf 45 (Vorjahr: plus 9) Prozent und der Naturaktienindex (NAI) ging um 43 (Vorjahr: plus 26) Prozent auf 3.387 Punkte zurück. In Deutschland brach der ÖkoDAX um 62 (Vorjahr: plus 25) Prozent auf 267 Punkte ein.
Die negative Börsenstimmung bestimmte auch die Performance der Solarwerte, was sich in einer starken Volatilität widerspiegelte. Verstärkt wurden die beträchtlichen Kurssenkungen bis Oktober 2008 zudem durch die Verunsicherungen der Branche hinsichtlich der ungelösten politischen Fördersituation in Deutschland, Spanien und den USA. Mit der gesetzlichen Regelung neuer Rahmenbedingungen entspannte sich die Lage zum Ende des 3. Quartals leicht. Infolge der wachsenden Sorge um die negative Entwicklung der Realwirtschaft, der Angst vor möglichen »Kreditklemmen« bei der Finanzierung zukünftiger Solarprojekte sowie trüben Wachstumsprognosen einiger Solarunternehmen sanken die Kurse im 4. Quartal erneut. Konjunkturelles Umfeld So verlor der Photon Photovoltaik Aktien Index (PPVX) im Laufe des Jahres rund 68 (Vorjahr: plus 150) Prozent und rutschte auf 2.095 Punkte. Der World Solar Energy Index (SOLEX) zeigte eine ähnliche Entwicklung und fiel ebenfalls um 68 (Vorjahr: plus 111) Prozent auf 566 Punkte.
Kapitalmarktturbulenzen schwächten Aktienkurs deutlich. Auch die SOLARWORLD Aktie stand massiv unter dem Einfluss des allgemeinen Abwärtstrends an den internationalen Börsen. Anfang 2008 musste das Wertpapier erste Kursverluste hinnehmen, die durch die schlechten Jahresergebnisse des Finanzsektors sowie erste in den USA aufkommende Konjunkturängste mit entsprechenden Kurskorrekturen ausgelöst wurden.
Trotz starker operativer Quartalszahlen – die bis September das Wertpapier zunächst noch stützten – verlor die Aktie im Jahresverlauf stark an Wert. Massiver Druck auf das Wertpapier entstand mit der Sorge um die Kontinuität der rechtlichen Rahmenbedingungen in den wichtigen Solarmärkten Spanien und den USA Ende September. Zeitgleich verschärfte sich die Finanzkrise. Meldungen über Insolvenzverfahren wichtiger Bankhäuser sowie Prognosen über eine mögliche Rezession in den USA und in Europa lösten erneut massive Kurskorrekturen aus. Die bekanntermaßen volatilen Solarwerte reagierten mit besonders heftigen Abschlägen darauf – so auch die Aktie der SOLARWORLD. Unsere guten Zahlen zum 3. Quartal gaben dem Kurs zwischenzeitlich einen intensiven Aufwärtsschub. Gegendruck entstand dann im 4. Quartal durch die vermeldeten Kapitalengpässe von Wettbewerbern. Trotz unserer komfortablen Liquiditätslage konnten wir uns der allgemeinen Verunsicherung nicht entziehen. Liquiditätsanalyse
Entwicklung der Solarworld Aktie im Vergleich
Quelle: Deutsche Börse, 2009
Die im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (TecDAX) gelistete SOLARWORLD Aktie notierte mit einem Schlusskurs von 15,10 € und somit minus 64 (Vorjahr: plus 74) Prozent unter dem Jahreseröffnungskurs von 41,90 €. Dennoch bewegte sich die Aktie noch vier Prozent über dem durchschnittlichen Wertverlust der internationalen Solarindizes PPVX und SOLEX.
Die SOLARWORLD ist nach wie vor eines der führenden Unternehmen im TecDAX. Gemessen an der Marktkapitalisierung aller Technologiewerte belegten wir Ende 2008 einen guten dritten (Ende 2007: zweiten) Rang. In der Umsatzrangliste nahm unsere Aktie unverändert den zweiten Platz ein. Der Börsenumsatz im Streubesitz belief sich in den zwölf Monaten des Berichtsjahres auf 10,6 (Vorjahr: 11,4) Mrd. €. Der durchschnittliche Tagesumsatz in Stück 2008 betrug 1,6 (Vorjahr: 1,3) Mio. Stück. Die Marktkapitalisierung lag am 30. Dezember 2008 bei 1,7 (Vorjahr: 4,6) Mrd. €.
Investoren achten verstärkt auf nachhaltige Anlagekriterien. Ökologische und soziale Themen wie der Klimawandel oder die Globalisierung der Produktion und die damit verbundenen Risiken werden zunehmend von der Öffentlichkeit und den Finanzmärkten wahrgenommen. Eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Ernst & Young zu den Perspektiven von Nachhaltigkeitsstrategien von Unternehmen und entsprechenden Geldanlageprodukten (Social Responsible Investments – SRI) zeigt, dass die Bedeutung sozialer und ökologischer Kriterien bei Kapitalanlageentscheidungen zunimmt. Insbesondere institutionelle Anleger achten demnach verstärkt auf die Nachhaltigkeitsperformance der Unternehmen, in die sie investieren. Nachhaltigkeit wird zunehmend als notwendige Reaktion auf zukünftige Herausforderungen gesehen.
SOLARWORLD Aktie als ökologisches Investment eingestuft. Eine der weltweit führenden Rating-Agenturen im nachhaltigen Anlagesegment, oekom research, bewertete SOLARWORLD mit einem Gesamtrating von A- und stufte uns so in der Rating-Methodik als PRIME ein. Damit qualifizieren sich die Wertpapiere der SOLARWORLD für ein Investment aus ökologischer und sozialer Sicht – ergänzend zur Bewertung unter Renditegesichtspunkten und vorbehaltlich individueller Ausschlusskriterien der jeweiligen Finanzdienstleister. Zu den Kunden von oekom research zählen Finanzdienstleister, die ein Gesamtvolumen von derzeit mehr als 90 Mrd. € auf Basis des Nachhaltigkeits-Researchs investiert haben. www.oekom-research.com
Nachhaltigkeits-Indizes sind stark gefragt. An den wichtigsten internationalen Börsenplätzen stieg die Anzahl der nachhaltigen Indexfamilien im Jahr 2008 auf 34 (Vorjahr: 32). Diese Nachhaltigkeitsindizes fassen die Kursentwicklung relevanter börsennotierter Unternehmen in den Themenfeldern Klimawandel, Umwelttechnologie, soziales Engagement und erneuerbare Energien zusammen. Die Entstehung neuer Indizes auch im stürmischen Börsenjahr 2008 zeigt das solide Interesse des Kapitalmarktes an der Entwicklung von nachhaltigen Wertpapieren.
SOLARWORLD AG in wesentlichen Indizes gelistet. Die SOLARWORLD Aktie ist neben der Notierung im TecDAX auch in mehreren Nachhaltigkeits-Indizes gelistet.
Indexzugehörigkeit Solarworld 2008
Carbon Disclosure Project – Transparenz bei Klimaschutzstrategien als Anlagekriterium. Das Carbon Disclosure Project (CDP) analysiert die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf Unternehmen sowie deren individuelle Emissionen und Klimaschutzstrategien. Das CDP ist heute die weltweit größte Gemeinschaftsinitiative der Finanzwirtschaft und unterhält das weltweit größte frei verfügbare Emissionsregister zu unternehmensbezogenen Treibhausgasemissionen. Es dient nachhaltigkeitsorientierten Investoren als Informationsbasis bei ihren Anlageentscheidungen. Im Berichtsjahr wurden weltweit 3.000 (Vorjahr: 2.400) Unternehmen gebeten, entsprechende Daten offenzulegen. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Antwortquote der in Deutschland befragten Unternehmen lag bei 55 (Vorjahr: 52) Prozent. Die Anzahl der institutionellen Investoren, die das CDP unterzeichnet haben, erhöhte sich 2008 (CDP 6) auf 385 (Vorjahr: 315) Unternehmen. Das im CDP 6 repräsentierte Anlagekapital nahm um 39 Prozent auf 57 (Vorjahr: 41) Bill. US-Dollar zu.
SOLARWORLD ist CDP -Mitglied seit der Einführung. Die SOLARWORLD nimmt seit Einführung des CDP in Deutschland im Jahr 2005 (CDP 4) an diesem Projekt teil und bedient damit den Wunsch internationaler Investoren nach Offenlegung der Treibhausgasemissionen. Qualitäts- und Umweltmanagement
Nachhaltigkeitsfaktoren beeinflussen Aktienperformance. Statistische Berechnungen des Center for Corporate Responsibility and Sustainability der Universität Zürich (CCRS) in Kooperation mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim belegen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit von Unternehmen und deren finanzieller Performance. Dabei wurden zunächst ökonometrische Einzeltitelanalysen von rund 460 europäischen und US-amerikanischen Unternehmen durchgeführt, die bereits vom Bankhaus Sarasin unter Nachhaltigkeitskriterien bewertet worden waren. Zu diesen Kriterien zählen soziale und ökologische Risiken wie höhere Energiepreise oder verschärfte Umweltgesetze, die sich potenziell negativ auf das Geschäftsergebnis auswirken könnten. Die Analyse zeigt einen signifikant positiven Einfluss des sich aus den Nachhaltigkeitsfaktoren ergebenden Unternehmensratings auf die durchschnittliche monatliche Aktienrendite in den Jahren 2003 bis 2006. Die Untersuchung kommt zu folgendem Schluss: Investments in Unternehmen, die umweltfreundlich und sozial verantwortlich agieren, eröffnen Anlegern höhere Renditechancen als Anteile an nicht-nachhaltigen Unternehmen. Beispielhaft nennt Sarasin die Unternehmen aus dem Bereich erneuerbarer Energien. Nach Einschätzung des Schweizer Bankhauses dürfte sich die Wechselbeziehung zwischen Nachhaltigkeit und finanzieller Performance durch die im Zuge der gegenwärtigen Finanzkrise stark gestiegene Aufmerksamkeit für Risiken aller Art weiter positiv entwickeln.
SOLARWORLD Aktie unter den Spitzenwerten in Nachhaltigkeitsfonds. Nachhaltige Aktienfonds erzielten laut »Finance & Ethics Research« bedingt durch die Finanzmarktkrise eine Performance von minus 43 Prozent im Jahr 2008 (Vorjahr: plus 7,5 Prozent). Trotz der negativen Entwicklung lagen sie weiterhin zwei Prozentpunkte über dem Gesamtfondsmarkt. Der Markt für nachhaltige Publikumsfonds wurde jedoch nicht von der negativen Börsenstimmung verschont. Im Jahr 2008 sank das nachhaltige Fondsvolumen in den Ländern Deutschland, Schweiz und Österreich von 30 auf 19 Mrd. €. Die SOLARWORLD AG beendete dabei das Gesamtjahr 2008 als drittbester Einzelwert in nachhaltigen Aktienfonds. Auf der Internetplattform www.nachhaltiges-investment.org, die eine Übersicht aller im deutschsprachigen Raum zugelassenen Nachhaltigkeitsfonds inklusive deren Top-10-Investments bietet, wurde SOLARWORLD im Jahr 2008 in über 40 Fonds als Top-10-Investment geführt. Das bedeutet: Anteile der SOLARWORLD AG werden von Fondsmanagern bevorzugt für Nachhaltigkeitsfonds ausgewählt.
Aktionärsstruktur der SOLARWORLD AG zum 31. Dezember 2008. Das Grundkapital der Gesellschaft ist eingeteilt in 111.720.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1 €. Mitteilungen zur Höhe der Stimmrechtsanteile nach § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG seitens der Aktionäre an das Unternehmen sowie an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erfolgten im Berichtsjahr und wurden entsprechend auf der Homepage vermeldet.
Aktionärsstruktur zum 31. Dezember 2008
Aktienrückkauf nicht ausgeübt. Der Vorstand der SOLARWORLD AG hatte am 8. Oktober 2008 beschlossen, von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 21. Mai 2008 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG im Umfang von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft Gebrauch zu machen. Im Berichtsjahr fand kein Erwerb statt. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ist bis zum Ablauf des 21. November 2009 befristet.
Hauptversammlung 2008: Dividendenbeschluss , Wiederwahl des Aufsichtsrates, Ergebnisabführungsverträge. Auf der Hauptversammlung der SOLARWORLD AG, die am 21. Mai 2008 in Anwesenheit von rund 1.000 Aktionären in Bonn stattfand, waren 51,57 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten. Für das Geschäftsjahr 2007 wurde im achten Jahr in Folge die Ausschüttung einer Dividende beschlossen. Die Erfolgsbeteiligung (14 Cent je Aktie) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent je Aktie. Die Ausschüttungsquote entsprach rund 63 Prozent des Bilanzgewinns aus dem Einzelabschluss der Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2007.
Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012 entscheidet, wiedergewählt. Über Einzelwahl wurden die Beschlüsse mit jeweils deutlich über 99 Prozent gefasst.
Ferner wurde mit großer Stimmenmehrheit der Beschluss zur Zustimmung zu den Ergebnisabführungsverträgen zwischen der SOLARWORLD AG und den Freiberger Tochtergesellschaften rückwirkend zum 1. Januar 2008 gefasst. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Zukünftige Dividende und Ausschüttung. Vorstand und Aufsichtsrat der SOLARWORLD AG werden der Hauptversammlung, die am 20. Mai 2009 in Bonn zusammentritt, aufgrund der guten Ergebnisse aus dem Berichtsjahr eine Dividende von 15 Cent (Vorjahr: 14 Cent) je Aktie für das Geschäftsjahr 2008 vorschlagen. Über die Verwendung des Bilanzgewinnes aus dem Einzelabschluss der Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2008 mit einer Ausschüttungssumme von 16,76 Mio. € für die 111,72 Mio. dividendenberechtigten Stückaktien wird die kommende Hauptversammlung beschließen.
Dividende und Ausschüttung
2) um die Ausgabe von Gratisaktien 2005 (1:1), 2006 (1:3) und 2007 (1:1) bereinigt.
Die Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 1 und Nr. 3 HGB (Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und Beteiligungen am Kapital) ergeben sich aus den vorstehenden Absätzen.
Die Vorschriften zur Ernennung und Abberufung der Vorstände und zur Änderung der Satzung (§ 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB) ergeben sich aus dem Aktiengesetz.
Hinsichtlich der Befugnisse des Vorstands (§ 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB) wird auf das Aktiengesetz und auf die Ausführungen im Konzernanhang zum Eigenkapital verwiesen.
Zum Stichtag bestanden Finanzverbindlichkeiten in Höhe von umgerechnet 527 Mio. €, für die Gläubiger im Falle eines Kontrollwechsels die vorzeitige Rückzahlung verlangen können (§ 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB). Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eine Partei (mit Ausnahme von Frank H. Asbeck, Mitglieder seiner Familie oder Gesellschaften, die durch diese kontrolliert werden) direkt oder indirekt mehr als 50 Prozent der Stimmrechte der ausgegebenen Aktien hält oder die Möglichkeit erlangt, die Mehrheit der Aufsichtsratsmitglieder zu ernennen, zu wählen oder eine solche Ernennung oder Wahl zu veranlassen.
Zu § 315 Abs. 4 Nr. 2, 4, 5 und 9 sind keine Angaben zu machen.
Hohe Massstäbe im Bereich Investor Relations umgesetzt. Im Berichtsjahr hat die SOLARWORLD den Dialog mit internationalen Investoren in Europa und den USA weiter intensiviert. Insgesamt haben wir unser Unternehmen auf 30 (Vorjahr: 25) Road Shows, Eigenkapitalforen und Konferenzen präsentiert wie etwa auf der 23. European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition in Valencia/Spanien oder der Solar Power International in San Diego/USA. Ergänzend zur Bilanzpressekonferenz und der Analystenkonferenz im März 2008 führten wir internationale Telefonkonferenzen jeweils zu den Veröffentlichungsterminen der Quartalsberichte durch.
Unseren hohen Anspruch an Qualität und Transparenz unserer Kapitalmarktkommunikation definieren wir in erster Linie über das Informationsbedürfnis unserer Aktionäre und des Weiteren über das unserer Stakeholder. Auf Basis steter Bedarfsanalysen, Marktbeobachtungen und einem intensiven Dialog mit unseren Aktionären ist es uns 2008 erneut gelungen, die Qualität und Transparenz unter Berücksichtigung der Berichtspflichten auszuweiten. Die gestiegenen Kapitalmarktanforderungen, wie etwa die erst kürzlich definierten Leistungsindikatoren der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA), haben wir in unsere diesjährige Berichterstattung aufgenommen. Kennzahlen zu den Schlüsselindikatoren der DVFA-Kriterien
Dem gesellschaftlichen Interesse an unserer Geschäftstätigkeit trugen wir ebenfalls Rechnung: Mit der Veröffentlichung unseres ersten Nachhaltigkeitsberichts für das Geschäftsjahr 2007 wendeten wir den Berichtsrahmen der Global Reporting Initiative (GRI) an und ließen den Bericht durch die BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfen. Selbst mit einer kurzen Vorlaufzeit erreichten wir das Berichtsniveau A+.
Unsere Berichterstattung im Bereich Investor Relations ist im Berichtsjahr erneut gewürdigt worden: In der Bewertung des Manager Magazins, das rund 200 Unternehmensberichte deutscher und europäischer Aktiengesellschaften nach den Kriterien Inhalt, Gestaltung und Sprache analysierte, gelang uns der Sprung auf Platz 2 (Vorjahr: 3) des TecDAX.
Medienpräsenz deutlich gesteigert. Auch 2008 konnten wir den Umfang der Medienberichterstattung über eine intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ausweiten. Über Corporate News haben wir der Öffentlichkeit umfassend Informationen bereitgestellt. Im Geschäftsjahr 2008 gab es insgesamt 12.852 (Vorjahr: 7.796) Meldungen zur SOLARWORLD in TV, Print- und Online-Medien. Damit erhöhte sich die Anzahl, der zu uns veröffentlichten redaktionellen Beiträge um mehr als das Doppelte und wir profitierten zusätzlich vom stark gestiegenen Anzeigenäquivalenzwert. Dieser Wert ermittelt den Gegenwert aller über uns erschienenen redaktionellen Beiträge im Abgleich zum Werbewert einer Anzeige. Er wuchs im Berichtsjahr um rund das Sechsfache auf 91,4 (Vorjahr: rund 14,6) Mio. €
Anzeigenäquivalenzwert // Vergleich 2008 und 2007
Quelle: Ausschnitt Medienbeobachtung/Gezählte Veröffentlichungen beziehen sich nur auf Deutschland
| 2008 | 2007 | Veränderung in % | |
| Redaktionelle Nennungen (pro Jahr) – Print, Online, TV | 12.852 | 7.796 | + 64,85 |
| Durchschnittliche Veröffentlichungen pro Tag (365 Tage) | 35.21 | 21.36 | + 64,85 |
| Anzeigenäquivalenzwert (in Mio. €) | 91.38 | 14.56 | + 527,61 |
Im Berichtsjahr konnten wir unser Geschäft international ausbauen. Mit dem Produktionsstart in den USA und in Südkorea haben wir uns eine solide Ausgangsposition für weiteres Wachstum geschaffen. Insbesondere in den USA steht der Energiemarkt durch entsprechende Konjunkturmaßnahmen für erneuerbare Energien vor einer entscheidenden Wende. Unsere europäischen Absatzmärkte waren 2008 von einer hohen Dynamik geprägt. Besonders im 2. und 3. Quartal kam es zu Nachfragespitzen, die wir positiv nutzen konnten. Unsere Ergebnis- und Umsatzprognose aus dem Vorjahr konnten wir deshalb, wie bereits im 1. Halbjahresbericht 2008 angekündigt, übertreffen.
Interne Zielerreichung und Zielsetzung 2008/2009+






