China

China


Deutschland

Deutschland


Vatikan

Vatikan


Afrika

Afrika


Spanien

Spanien


USA

USA


Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Die Ausgestaltung unseres Finanzmanagements orientiert sich sowohl an unserer Unternehmensstrategie als auch an den Erfordernissen des operativen Geschäfts.

Ziel unserer Finanzierungspolitik ist es, zu jedem Zeitpunkt über entsprechende Liquiditätsreserven zu verfügen, um dem Konzern die notwendige finanzielle Flexibilität für weiteres internationales Konzernwachstum zu verleihen, finanzwirtschaftliche Risiken zu begrenzen sowie die Kapitalkosten durch eine adäquate Kapitalstruktur zu optimieren. Die Finanzierung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen zentral über die SOLARWORLD AG. Um eine steueroptimierte und günstigere Finanzierung des Konzernwachstums zu gewährleisten, wird die Finanzierungsstruktur der Holding über Ergebnisabführungsverträge mit den 100-prozentigen deutschen Tochtergesellschaften gestärkt: Gewinne und Verluste der Töchter fließen so direkt an die SOLARWORLD AG. Hierzu zählen u.a. die Steuerung der Liquidität sowie die Aufnahme von Darlehen zur Finanzierung der Unternehmensexpansion. Auch unsere aktionärsorientierte Dividendenpolitik aus dem Gewinn der Aktiengesellschaft wird so auf ein konzernweites Fundament gestellt. Die Aktie

 

BE SUCCESSFUL

Investitionen, 2008

» Mehr Erfahren

freie Liquidität, 2008

» Mehr Erfahren

Wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns ist die operative Geschäftstätigkeit unserer Konzernunternehmen mit den entsprechenden Einzahlungen. Über das zentrale Cash-Management werden aktuelle Liquiditätspositionen tagesaktuell überwiegend im Festgeldbereich (Tages-, Wochen- und Monatsgeldern) im öffentlichen und privaten deutschen Bankensektor angelegt  Anhang/Liquiditätsrisiken

Wir streben eine stabile Eigenkapitalquote im Bereich von 50 Prozent an. Ergänzend zu dem Finanzmittelbedarf, den wir aus dem operativen Cashflow sichern, nehmen wir je nach Marktsituation unterschiedliche Fremdfinanzierungsinstrumente in Anspruch. Die langfristige Ausrichtung unseres Finanzmanagements sichert die solide Finanzierung der Ausbaupläne des Konzerns. Unsere internationalen Kreditverträge verfügen über Laufzeiten, die teilweise bis in das Jahr 2018 reichen und frühestens ab 2014 entsprechende Anschlussfinanzierungen erforderlich machen. Eine Aufstellung über die Rückzahlung unserer langfristigen Kredite finden Sie im Anhang, Textziffer (Tz.) 58g.  Die zentrale Finanzierung stärkt unsere Verhandlungsposition gegenüber Banken und anderen Marktteilnehmern und ermöglicht die Aufnahme bestmöglicher Konditionen. Anhang/Finanzinstrumente


Finanzierungsanalyse

Das Eigenkapital ist gegenüber dem 31. Dezember 2007 um 149,5 Mio. € auf 841,1 Mio. € angewachsen. Die Eigenkapitalquote beträgt 39,7 (31. Dezember 2007: 40,6) Prozent. Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich um 58,4 Mio. €, da ein weiteres langfristiges Darlehen in Höhe von 75,0 Mio. € aufgenommen wurde, um den Kapazitätsausbau der DEUTSCHE SOLAR AG am Standort Freiberg zu finanzieren. Gegenläufig dazu wirkte sich die planmäßige Tilgung bestehender Darlehen aus. Somit belaufen sich die Finanzverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag auf 699,5 (31. Dezember 2007: 641,2) Mio. €, wovon 96,5 Prozent dem langfristigen Bereich zugewiesen werden Anhang/Lang- und kurzfristige Finanzschulden

Die unter den langfristigen Schulden ausgewiesenen Investitionszuschüsse und -zulagen betrugen zum Bilanzstichtag 78,8 (31. Dezember 2007: 54,9) Mio. €. Diese auf der Passivseite abgegrenzten öffentlichen Mittel für den Ausbau der Produktionskapazitäten werden über den Nutzungszeitraum der bezuschussten Investitionen ertragswirksam aufgelöst.

Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 104,1 Mio. € auf 292,5 (31. Dezember 2007: 188,4) Mio. €. Dies resultiert insbesondere aus dem Zuwachs von Anzahlungen auf langfristige Wafer- Lieferkontrakte in Höhe von 100,6 Mio. €.


Bedeutung außerbilanzieller Finanzierungsinstrumente für die Finanzlage

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente kamen bei der Finanzierung des Konzerns nicht zum Einsatz.


Investitionsanalyse

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2008 271,6 (Vorjahr: 115,2) Mio. €. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag im Ausbau der integrierten Zell- und Waferfertigung am Standort Hillsboro, wo insgesamt 143,1 Mio. € eingesetzt wurden. 87,5 Mio. € investierte die Solarworld 2008 in den weiteren Ausbau der Waferfertigung der DEUTSCHE SOLAR AG am Standort Freiberg. Die Investitionsausgaben an den Modulproduktionsstandorten Freiberg und Camarillo summierten sich auf insgesamt 16,0 Mio. €. Darüber hinaus flossen 13,0 Mio. € in den Ausbau der Infrastruktur für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der SOLARWORLD INNOVATIONS GmbH am Standort Freiberg.


Entwicklung der investitionen // in Mio. €

Die konzernweite Investitionsquote, dargestellt als das Verhältnis der Investitionsausgaben zu den Abschreibungen, belief sich auf 492 (Vorjahr: 274) Prozent und unterstreicht die auf internes Wachstum entlang der Wertschöpfungskette ausgerichtete Strategie der SOLARWORLD.

Investitionen in die at Equity bewerteten Beteiligungen JOINT SOLAR SILICON VERWALTUNGS GmbH, RGS DEVELOPMENT B.V., SCHEUTEN SOLARWORLD SOLICIUM GmbH und in die neu gegründete SOLARWORLD KOREA LTD. summierten sich 2008 auf 16,0 (Vorjahr: 4,3) Mio. €.


Liquiditätsanalyse

Die freie Liquidität – flüssige Mittel und sonstige finanzielle Vermögenswerte – erreichte zum Bilanzstichtag 836,1 (31. Dezember 2007: 792,9) Mio. €. Die flüssigen Mittel in Höhe von 431,7 (31. Dezember 2007: 263,9) Mio. € beinhalten Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente, die sich hauptsächlich aus Tages- und Festgeldern zusammensetzen. Weiterhin wurden zum Bilanzstichtag Kapitalmarktprodukte in Höhe von 404,4 (31. Dezember 2007: 529,0) Mio. € gehalten.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erreichte 320,5 (Vorjahr: 244,0) Mio. € und wurde insbesondere durch die Steigerung des operativen Ergebnisses, und gegenüber dem Vorjahr geringere Ertragsteuernzahlungen in Höhe von 40,1 (Vorjahr: 69,3) Mio. € beeinflusst. Die Mittelbindung aufgrund des Anstieges der Vorräte um 42,5 Mio. € konnte insbesondere durch den Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 41,7 Mio. € und gegenüber dem Vorjahr um 38,1 Mio. € höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert werden.

Beeinflusst durch die Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen in Höhe von -269,5 (Vorjahr: -117,8) Mio. € betrug der Cashflow aus der Investitionstätigkeit -165,2 (Vorjahr: -622,3) Mio. €. Den Investitionsausgaben standen Zuflüsse aus Investitionszuwendungen von 29,0 (Vorjahr: 6,5) Mio. € sowie der Veräußerung der Anteile (65 Prozent) an der GÄLLIVARE PHOTOVOLTAIC AB in Höhe von 13,0 Mio. € und dem Verkauf von Anlagevermögensgegenständen für insgesamt 8,6 Mio. € gegenüber. Die Einzahlungen aus Finanzmittelanlagen betrugen 53,6 (Vorjahr: -517,4) Mio. €.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 1,8 (Vorjahr: 451,3) Mio. €. Dieser wurde im Wesentlichen durch die Aufnahme eines Finanzkredits in Höhe von 75 Mio. € beeinflusst. Zudem beinhaltet er neben den laufenden Zinszahlungen von 33,0 Mio. € und den Rückzahlungen von Finanzkrediten in Höhe von 28,2 Mio. € auch die Dividendenausschüttung aus dem 2. Quartal in Höhe von 15,6 Mio. €.


Cashflow-Überleitung // in Mio. €

Mehrperiodenübersicht zur Finanzlage // in T €

  31.12.200431.12.200531.12.200631.12.200731.12.2008
Konzerngewinn18.11451.982130.566113.256148.679
Schulden (lang- und kurzfristige)151.801229.523407.0891.012.9201.279.547
Eigenkapital124.488217.056597.321691.546841.075
Bilanzsumme276.289446.5791.004.4101.704.4662.120.622

Kennzahlen

  31.12.200431.12.200531.12.200631.12.200731.12.2008
Eigenkapitalrendite14.623.921.916.417.7
(Konzerngewinn bzw. -verlust/
Eigenkapital); in %
ROCE (Stichtag)19.149.438.436.537.3
(EBIT/Capital Employed)1 ; in %
Liquidität I. Grades0.51.42.374.5
(Flüssige Mittel + Wertpapiere/
Kurzfristige Schulden)
Liquidität II. Grades0.71.738.15
(Flüssige Mittel + Kurzfristig verfügbare Mittel/Kurzfristige Schulden)
Liquidität III. Grades1.52.74.811.37.8
(Kurzfristige Vermögenswerte/
Kurzfristige Schulden)
1) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen abzgl. Investitionszuwendungen zzgl. Nettoumlaufvermögen ohne Finanzmittel und Finanzverbindlichkeiten