Die internationalen Solarmärkte sind geprägt von wachsender Konkurrenz vor allem aus Niedriglohnländern und einer jährlichen Vergütungsdegression – gleichzeitig aber auch von zweistelligen Wachstumsraten.
Infolgedessen besteht die zentrale Innovationsaufgabe unserer Forschung und Entwicklung darin, die Kosten für Solarstrom über Prozess- und Produktverbesserungen kontinuierlich zu senken und Solarstrom »made by SOLARWORLD« in Kürze wettbewerbsfähig zu machen.
Unser Vorteil gegenüber anderen Herstellern von Solarstromtechnologien: Die SOLARWORLD bildet mit der SOLARWORLD innovations, der sunicon und der Konstruktionsabteilung »System- und Gestelltechnik« bei der SOLARWORLD AG in Bonn die Forschung und Entwicklung über die gesamte Wertschöpfungskette ab. Unsere Technologieentwicklung basiert auf dem Verständnis der Wirkungszusammenhänge vom Silizium bis zum fertigen System. Das bringt uns einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil hinsichtlich Innovationskraft und Kostensenkungspotenzialen.
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internationale Entwicklungskooperationen, 2008 |
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Zahl der F&E-Mitarbeiter gestiegen |
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Die wissenschaftliche Unterstützung durch Universitäten, Institute und andere externe Kompetenzträger ist und bleibt trotz verstärkter interner Forschungsaktivitäten langfristig ein wichtiges Standbein unserer Entwicklungsarbeiten. So haben wir auch im Berichtsjahr unsere externen Forschungskooperationen weiter ausgebaut, sie reichen von der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Instituten bis hin zu konkreten Verfahrensentwicklungen mit Zulieferern. Ziel dieser Kooperationen ist die Evaluierung und Entwicklung neuer Prozesse und Technologien, bevor sie aus dem Laborstadium hinaus in unsere Technika überführt und auf Produktionsanlagen erprobt werden.
2008 bestanden Entwicklungskooperationen mit über 21 internationalen Forschungsinstituten, darunter mit der Technischen Universität Bergakademie Freiberg (TUBA) und dem Technologiezentrum Halbleitermaterialien (THM).
Die TUBA forscht seit Jahren eng mit der SOLARWORLD in der siliziumbasierten Solarstromtechnologie. Wir unterstützen unter anderem die Graduiertenschule »Photovoltaik«, die sich an hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler wendet, die auf dem Gebiet der Photovoltaik promovieren möchten. Mitarbeiter Zudem bieten wir Praktika, Diplom- und Doktorarbeiten für Studenten. Darüber hinaus ergänzen Experten der SOLARWORLD mit Vorlesungen und Seminaren das Bildungsangebot der Bergakademie im Rahmen des neuen Studienganges photovoltaische Materialen. Die Themen reichen von neuen Herstellungsmethoden von Solarsilizium über das Züchten von Einkristallen bis zu neuen Herstellungsverfahren für Solarzellen.
Das Technologiezentrum Halbleitermaterialien befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur SOLARWORLD in Freiberg. Das THM wird vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) gemeinschaftlich betrieben. Aufbauend auf der Expertise dieser beiden Institute unterstützt das THM die Industrie der Photovoltaik und Mikroelektronik in der Material- und Waferentwicklung. Mit der SOLARWORLD bestehen zahlreiche Projekte, in denen der Produktionsbereich Kristallisation der deutsche solar vom THM durch Mess- und Simulationsaufgaben zur Ausbeutesteigerung unterstützt wird. Darüber hinaus bestehen Kooperationen bei der Entwicklung von Silizium-Kristallisationsverfahren der nächsten Generation.
Wir profitieren außerdem von der unmittelbaren Nähe zum Gründer- und Innovationszentrum Freiberg. Im Berichtsjahr ist es gelungen, weitere Unternehmen der Photovoltaik und Mikroelektronik dort anzusiedeln und den Technologiecampus Freiberg auszubauen. Über Anschubfinanzierungen ermöglichte die SOLARWORLD 2008 in Verbindung mit Forschungsprojekten Neugründungen von strategischen Partnern. Ein Beispiel dafür ist die »Freiberg Instruments inline Metrology«, ein Spin-off der TUBA Freiberg mit sieben Mitarbeitern, die Messgeräte zur zerstörungsfreien elektrischen Prüfung von Halbleitern entwickelt und produziert. Mit diesen Firmen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft profitiert die SOLARWORLD von kurzen Dienstwegen, einer schnellen und unkomplizierten Unterstützung bei Produktionsfragen und Synergien bei gemeinsamen Entwicklungsarbeiten.






