Chancen- und Risikomanagementsystem
Kein Unternehmen kann agieren, ohne Risiken einzugehen – auch wir nicht. Langfristiger wirtschaftlicher Erfolg besteht vor allem darin, Chancen zu nutzen und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken verantwortungsvoll zu managen und dadurch zu begrenzen.
Wir gewährleisten dies unter anderem mit einem konzernweiten Chancen- und Risikomanagement, das wir in die Aufbauorganisation unserer Geschäftsprozesse integriert haben. Unser System der Risikofrüherkennung wird jährlich durch den Abschlussprüfer beurteilt.
Ausgehend von der Unternehmensstrategie legt der Vorstand die Risikopolitik fest. Zudem sind alle voll konsolidierten Unternehmen des SOLARWORLD Konzerns in das Chancen- und Risikomanagement eingebunden. Anhang/Konsolidierungskreis und rechtliche Konzernstruktur Die Aufgabe der Risikoidentifikation und -überwachung liegt dabei dezentral in der Verantwortung der Führungskräfte der operativen Geschäftseinheiten. Der Vorstand erhält monatlich über ein standardisiertes Berichtswesen einen Überblick zur aktuellen Risikolage; akute Risiken und Chancen werden ihm unverzüglich mitgeteilt. Über eine enge Verzahnung mit dem Konzerncontrolling kann der Vorstand die Auswirkungen der identifizierten Risiken und Chancen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zeitnah bewerten und ggf. Gegenmaßnahmen einleiten.
Als konzernweite Gremien für die Chancen- und Risikoidentifikation, -analyse und -handhabung dienen neben den Vorstandssitzungen auch allgemeine Strategietreffen. In diesen berät der Vorstand gemeinsam mit den Geschäftsführern und Vorständen der Töchtergesellschaften in mehrmals jährlich stattfindenden Sitzungen etwaige Chancen und Risiken. Im »Konzernausschuss«, der einmal im Jahr zusammen kommt, sind neben dem Vorstand und den Geschäftsführern auch die Führungskräfte der operativen Geschäftseinheiten eingebunden. Mit diesen Gremien stellen wir unser Chancen- und Risikomanagement auf eine breite, konzernweite Basis und können die gefassten Beschlüsse schnell über alle Führungsebenen einführen.
Chancen und Risiken aus den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden durch Markt-, Trend- und Wettbewerbsanalysen in den Bereichen Investor Relations, Marketing und Vertrieb ermittelt, bewertet und in einem monatlichen »Executive Summary« an den Vorstand berichtet.
Um ökologische und soziale Risiken zu minimieren sowie ökonomische Chancen zu nutzen, haben wir ein integriertes Nachhaltigkeitsmanagement entwickelt, das in seiner Funktion als Steuerungs- und Kontrollinstrument direkt beim Vorstand verankert ist.
Über ein integriertes konzernweites Qualitäts- und Umweltmanagement begegnen wir zudem Risiken in unserer Prozesskette und machen Qualitäts-, Prozess- und Umweltstandards transparent Qualitäts- und Umweltmanagement Abfall-, Emissions-, Abwasser-, Strom- und Hilfsstoffstatistiken erlauben eine Früherkennung und Risikoidentifikation bei den Verbrauchsdaten. Die Regelüberwachung – etwa von Gesetzen und Richtlinien gegen den Insiderhandel – erfolgt durch einen Compliance-Beauftragten, der in seiner Funktion durch externe Juristen beraten wird.
In Abwägung des vertretbaren Gesamtrisikos entscheidet der Vorstand, inwiefern strategisch sinnvolle Risiken kontrolliert eingegangen werden, um Chancen nutzen zu können. Handelt es sich um Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen, wird auch der Aufsichtsrat einbezogen. Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, können wir so frühzeitig erkennen.
Um die verbleibenden Risiken zu begrenzen, hat die SOLARWORLD entsprechende Versicherungen zur Risikominimierung abgeschlossen, deren Deckungskonzepte parallel zu unserem stetigen Wachstum laufend überprüft werden.
Risikomanagement in Bezug auf Finanzinstrumente. Angesichts der weltweiten Finanzkrise berücksichtigen wir in unserem Risikomanagement, dass 2009 eine größere Wahrscheinlichkeit für Lieferausfälle, Stornierungen oder Nachverhandlungen besteht als in einem stabilen Wirtschaftsumfeld. Wir selbst sind zwar durch unsere hohe Liquidität für unser weiteres Wachstum sicher aufgestellt, aber Lieferanten und Kunden könnten aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten nicht mehr in der Lage sein, ihre Verträge zu erfüllen. Ausfallrisiken
Die Verantwortlichkeit zur Risikominimierung beim Einsatz verschiedener Finanzinstrumente liegt beim Vorstand sowie bei den Geschäftsführern und Vorständen der jeweiligen Tochtergesellschaft. Über auftretende Risiken und getätigte Sicherungsgeschäfte berichten die Geschäftsbereiche an die Geschäftsleitung. Die direkte Zuordnung eingesetzter Finanzinstrumente mit konkreten Projekten steigert die Transparenz und ermöglicht eine unmittelbare Risikosteuerung.
Finanzrisiken, wie Preis-, Währungs- und Zinsrisiken, die sich im Rahmen unseres zunehmend internationalen Geschäftes ergeben, begegnen wir durch Rahmenverträge, Fristgestaltung und Sicherungsgeschäfte im Sinne des Risikomanagements. Anhang/Grundsätze und Ziele des Finanzrisikomanagements
Einzelrisiken (Risikoeinschätzung zum Vorjahr)
| Gesamtwirtschaftliche Risiken | |
|---|---|
| Risiken |
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| Eintrittswahrscheinlichkeit |
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| Auswirkung |
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| Gegenmaßnahme |
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| Politische und regulatorische Risiken | |
| Risiken | Änderungen von Solarstrom-Fördergesetzen: verlangsamtes Marktwachstum aufgrund sinkender bis hin zu wegfallenden finanziellen Anreizen in einzelnen Ländern |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Gering: Im Jahr 2008 wurden die regulatorischen Rahmenbedingungen für unsere Hauptabsatzmärkte novelliert Der zukünftige Solarstrommarkt |
| Auswirkung | Nachfragerückgänge in einzelnen Regionen könnten vorübergehend negative Einflüsse auf unseren Umsatz und das Ergebnis haben. |
| Gegenmaßnahmen |
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| Risiken aus der Verstärkung des Wettbewerbs | |
| Risiken |
Steigerung des Wettbewerbsdrucks: Trend zur Konsolidierung auf allen Wertschöpfungsstufen der Branche, Wechsel vom Anbieter- zum Nachfragermarkt |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Mittel: Aufgrund unserer soliden Marktstellung im Wafer- und Handelsbereich schätzen wir die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Risiko unseren Konzern wesentlich beeinflusst, als mäßig ein. |
| Auswirkung | Potenzieller Marktanteilverlust und erhöhter Margendruck durch steigenden Preiswettbewerb können Negativeffekte auf Umsatz und Ergebnis haben. |
| Gegenmaßnahmen |
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| Risiken aus alternativen Technologien | |
| Risiken | Technologischer Durchbruch alternativer Technologien: Substitutionsgefahr für kristalline Technologien |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Mittel: Im Bereich alternativer Technologien agiert eine Vielzahlt von Unternehmen, aber nur sehr wenige produzieren im industriellen Maßstab. Im künftig schwierigeren Finanzierungsumfeld verschlechtern sich die Erfolgschancen dieser Unternehmen. Dank fallender Siliziumpreise verbessert sich das Kosten-Leistungsverhältnis kristalliner Technologien, dies gilt vor allem für unsere Handelskerngeschäft Dachanwendungen. Zudem haben alternative Technologien mit anderen Herausforderungen zu kämpfen, wie bspw. der Endlichkeit der eingesetzten Ausgangsstoffe wie Tellur, Cadmium und Indium, sowie Entsorgungsrisiken bei der Cadmium-Tellurit-Technologie (geregelt in der Chemikalienverbotsverordnung der EU) Der Solarstrommarkt |
| Auswirkung | Potenzieller Marktanteilsverlust und steigender Preiswettbewerb mit erhöhtem Margendruck können einen Negativeffekt auf unseren Umsatz und das Ergebnis haben. |
| Gegenmaßnahmen |
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| Risiken aus der Beschaffung | |
| Risiken |
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| Eintrittswahrscheinlichkeit |
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| Auswirkung |
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| Gegenmaßnahmen |
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| Ausfallrisiken | |
| Risiken |
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| Eintrittswahrscheinlichkeit |
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| Auswirkung | Absatz- und Vertragsausfälle könnten einen negativen Einfluss auf Ergebnis und Auftragslage haben. Bei Stornierung von langfristigen Verträgen würden die bereits geleisteten Kundenanzahlungen sogar einen außerordentlichen Ertrag für uns darstellen. |
| Gegenmaßnahmen |
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| Unternehmensstrategische Risiken | |
| Risiken | Fehleinschätzungen von zukünftigen Entwicklungen: Investitions- und Technologiefehlentscheidungen |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Gering: Dank unserer langjährigen Markterfahrung und des Abschlusses wichtiger Partnerschaften und strategischer Allianzen schätzen wir den Eintritt dieses Risiko als gering ein. |
| Auswirkung | Marktanteils-, Image- und Kapitalverlust aufgrund strategischer Fehlentscheidungen könnten negative Auswirkungen auf die Wirtschaftslage unseres Konzerns haben. |
| Gegenmaßnahmen |
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| Personalrisiken | |
| Risiken | Engpass an qualifizierten Fach- und Führungskräften: Schwierigkeiten bei der Besetzung von Schlüsselpositionen |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Gering: Aufgrund unser Reputation als guter Arbeitgeber und des verstärkten Personalmarketings schätzen wir dieses Risiko für uns als gering ein. Zudem stehen künftig mehr qualifizierte Mitarbeiter aus der Halbleiterindustrie zur Verfügung Weltweite Standorte des Konzerns |
| Auswirkung | Potenzielle Reduktion des Technologievorsprungs und des Unternehmenswachstums aufgrund von Fachkräftemangel kann einen negativen Einfluss auf unsere Wirtschaftslage haben. |
| Gegenmaßnahmen |
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| IT-Risiken | |
| Risiken | Störungen im Betrieb der IT-Systeme und der Netzwerke: Gefährdung der Datensicherheit und Arbeitsunterbrechungen an den Standorten weltweit |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Gering: Unsere IT-Systeme erfüllen die neuesten Sicherheitsstandards und werden regelmäßig gewartet. Ein Ausfallrisiko im gesamten Konzern wird hierdurch nahezu unmöglich. |
| Auswirkung | Produktivitätseinbußen durch Unterbrechung von Produktions- und Arbeitsabläufen könnten einen mittelschweren Negativeinfluss auf unsere Arbeitsproduktivität haben. |
| Gegenmaßnahmen |
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| Liquiditätsrisiken | |
| Risiken |
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| Eintrittswahrscheinlichkeit |
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| Auswirkung |
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| Gegenmaßnahmen |
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| Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken | |
| Risiken | Währungs-, Zins- und Preisrisiken |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Gering bis Mittel: Dank der pro-aktiven, regelmäßigen, sorgfältigen Prüfung unserer finanzwirtschaftlichen Instrumente schätzen wir diese Risiken als kontrollierbar ein. |
| Auswirkung | Einfluss auf das Finanzergebnis unser Geschäftstätigkeit |
| Gegenmaßnahmen |
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| Rechtliche Risiken | |
| Risiken | Vielfältige steuerliche, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtliche Regelungen im Rahmen unserer internationalen Geschäftstätigkeit: Rechtsrisiken |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Gering: SOLARWORLD sind derzeit Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, Patentverletzungen sowie weitere rechtliche Risiken, die die geschäftliche Lage unseres Unternehmens erheblich beeinflussen könnten, nicht bekannt. |
| Auswirkung | Rechtsstreitigkeiten könnten eine Auswirkung auf das Ergebnis unserer Geschäftstätigkeit durch Bindung von Finanzmitteln und Gefährdung unserer Reputation haben. |
| Gegenmaßnahmen |
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| Gewährleistungs-, Haftungs- und sonstige Risiken | |
| Risiken |
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| Eintrittswahrscheinlichkeit |
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| Auswirkung |
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| Gegenmaßnahmen |
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Nach unserer Einschätzung ergeben sich im Zusammenhang mit den im Risikobericht beschriebenen Risiken keine negativen Abweichungen der im Prognosebericht dargestellten Entwicklung. Insgesamt sind die Risiken beherrschbar und der Fortbestand des SOLARWORLD Konzerns ist zum Zeitpunkt der vorliegenden Berichterstattung nicht gefährdet. Dies gilt sowohl für die Einzelgesellschaften als auch für den Konzern. Die sich aus den dargestellten Einzelrisiken ergebende Gesamtrisikolage hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Finanzkrise verändert. Unter der Prämisse einer sich nicht weiter verschlechternden Wirtschaftslage erwarten wir aus heutiger Sicht keine grundlegenden Änderungen der Risikolage.
| Bestandsgefährdende Risiken | |
|---|---|
| Risiken | Risiken, die den Fortbestand des SOLARWORLD Konzerns gefährden |
| Eintrittswahrscheinlichkeit |
Aus Sicht des Managements ist keine konkrete Entwicklung erkennbar, welche die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des SOLARWORLD Konzerns für die Zukunft wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen könnte. |
| Auswirkung | Negativer Einfluss auf die Ergebnisse unserer Geschäftstätigkeit, Gefährdung des Fortbestands |
| Gegenmaßnahmen |
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