China

China


Deutschland

Deutschland


Vatikan

Vatikan


Afrika

Afrika


Spanien

Spanien


USA

USA


Geplante Änderungen in der Geschäftspolitik in den folgenden zwei Geschäftsjahren

Unsere Strategie eines vollintegrierten, globalen Solartechnologiekonzerns hat sich als überaus erfolgreich erwiesen Strategie und Handeln Deshalb werden wir uns künftig auf den Ausbau der erreichten Marktposition durch die Erweiterung unserer Produktionskapazitäten konzentrieren und unser Wachstum organisch gestalten.

BE SUCCESSFUL

im Waferbereich konzernweit, 2009+

» Mehr Erfahren

Beschäftigungsausbau, konzernweit

» Mehr Erfahren

Unsere anerkannte Kompetenz als Waferlieferant wollen wir mit dem Ausbau unserer konzernweiten Waferkapazitäten auf ein GW bis Ende 2009 untermauern. Über entsprechende Produktionsvolumina sichern wir unseren langfristigen derzeit bis 2018 reichenden Auftragsbestand sowie die Zell- und Modulfertigung und das daraus folgende Modul- und Bausatzgeschäft. Unsere konzerneigenen Rohstoffquellen werden wir weiter auszubauen. Den Schwerpunkt legen wir 2009 auf unser Joint Venture jssi und unsere Recyclingaktivitäten.

Neue Märkte sondieren wir kontinuierlich, denn wir planen, den relativen Umsatzanteil unseres konzernweiten Auslandsgeschäftes zu steigern. Wir beabsichtigen unsere Prozess-Kompetenz – analog zu unserem Joint Venture in Südkorea – über strategische Allianzen mit lokalen Partnern zu erweitern. Durch die Modulproduktion vor Ort senken wir die Transportkosten Unternehmensstrategische Chancen

Bei entsprechenden Chancen werden wir neue strategische Geschäftsfelder prüfen, um unsere Vision der sauberen, sicheren, unerschöpflichen und fairen Energieversorgung der Zukunft voranzutreiben. Unseren Unternehmens- und Markenwert wollen wir nachhaltig steigern: Die SOLARWORLD wird daher – basierend auf ökonomischer Stabilität – die ökologische und soziale Nachhaltigkeit als elementaren Bestandteil der Unternehmensstrategie weiter über entsprechende Managementsysteme verankern. Anhand konzernweit definierter Indikatoren, die 2009 in Teilen entwickelt werden, werden wir unsere Leistungstreiber messbar und überprüfbar machen.


Künftige rechtliche Konzernstruktur

Zum Jahreswechsel haben wir unsere gesellschaftsrechtliche Struktur geändert: Unsere US-Gesellschaften wurden gesellschafts- und steuerrechtlich und auch in Bezug auf die jeweiligen Tätigkeitsbereiche neu aufgestellt. Mit dieser Maßnahme bündeln wir in der SOLARWORLD INDUSTRIES AMERICA INC. (vormals: SOLARWORLD properties inc.) als operativ tätiges Mutterunternehmen das US-Geschäft in einem Teilkonzern und schaffen damit gleichzeitig eine steuerliche Einheit in den USA.


Solarworld Konzern zum 1. Januar 2009

Zum 1. Januar 2009 wurde der Geschäftsbereich solarmaterial auf die SUNICON AG übertragen. Mit dieser gesellschaftsrechtlichen Übertragung bündeln wir zukünftig alle konzernweiten Rohstoffaktivitäten in einer Gesellschaft.


Geplanter konzernweiter Ausbau 2009+

Produktionsausbau vom Wafer bis zum Modul. Der Konzern wird sich auf allen Wertschöpfungsstufen vergrößern. Angesichts der starken weltweiten Wafernachfrage konzentrieren sich unsere Ausbaupläne besonders auf die Waferkapazitäten, während der konzerninterne Ausbau der Zell- und Modulkapazitäten etwas moderater ausfallen dürfte.


Konzernweite, nominale Jahresendkapazität // Ausbau 2009+

An unserem Produktionsstandort Freiberg in Deutschland planen wir bis Ende 2009 eine Nominalkapazität im Waferbereich von 750 MW zu erreichen und diese bis Ende 2010 auf ein GW aufzustocken. Die zusätzlichen Kapazitäten in den neu errichteten Produktionsgebäuden im Industriegebiet Ost stehen dann jeweils im Folgejahr komplett zur Verfügung. Ein nahtloser Produktionsablauf vom Rohstoff-Input bis zum Wafer-Output mit entsprechenden Volumina dürfte unsere Kosten- und Materialeffizienz nochmals steigern. Die Kapazitätserweiterungen in der Zell- und Modulfertigung werden wir hingegen durch die Optimierung der logistischen Prozesse sowie der technischen Produktionsabläufe in bestehender Infrastruktur realisieren.

Während in unserer US-amerikanischen Fertigung monokristalline Solarstromprodukte gefertigt werden, produzieren und verarbeiten wir in Freiberg vornehmlich multikristalline Wafer und Zellen.

In Hillsboro/USA planen wir bis Ende 2009 eine Erweiterung der Wafer- und Zellkapazitäten auf je 250 MW. Bei weiteren Ausbauschritten kommt uns die Größe des Geländes zu Gute, das bisher nur zu rund einem Drittel mit Produktionsgebäuden belegt ist.

In unserer südkoreanischen Modulfertigung werden wir ab 2009 unter voller Auslastung produzieren. Die Fertigung ist modular gestaltet, so dass sich an diesem Standort eine Produktionskapazität von bis zu 500 MW darstellen lässt. Den weiteren Ausbau werden wir flexibel gestalten – ausgerichtet an der Nachfrage in Korea. Auf der Beschaffungsseite ist durch entsprechenden Kapazitätsausbau der Vorlieferanten bis 2010 mit einer deutlichen Entspannung am Markt zu rechnen, so dass wir uns kurzfristig zusätzliches Wachstum sichern können.

Siliziumproduktion und Recycling untermauern Wachstum. Die nominale Jahresendkapazität unseres Joint Ventures jssi wird 2009 bei 850 Tonnen Solarsilizium liegen. Strategische Rohstoffaktivitäten  Eine zweite Siliziumtechnologie zur Aufbereitung metallurgischen Siliziums befindet sich in der Entwicklungsphase und wird im Rahmen des Joint Venture scheuten SOLARWORLD solicium 2009 weiterentwickelt. Um für den Konzern eine Investitionsentscheidung zu fällen, werden wir die weiteren Ergebnisse abwarten.

Strategisch relevanter ist derzeit unsere Kompetenz im Recycling. Auch 2009 werden wir, zusätzlich zu den Erträgen aus dieser Dienstleistung unsere Rohstoffposition über das Recycling untermauern, die bei rund 20 Prozent liegen wird. solarmaterial, ab 2009 Teil der SUNICON AG, bereitet sich mit Nachdruck auf die Begleitung des Ausbaus der Waferkapazitäten vor. Ein Geschäftsplan für den Aufbau 2010 liegt vor. Zudem führen unsere Ingenieure schon im Vorfeld gezielte technische Verbesserungen in den Prozessabläufen der Recyclinganlagen durch und beseitigen Kapazitätsengpässe. In unmittelbarer Nähe zu Hillsboro/USA konzentriert sich unsere Produktionseinheit in Vancouver zukünftig auf die Aufbereitung für die amerikanischen Standorte.

Durch den Ausbau unserer Recyclingkapazitäten und der daraus resultierenden Erweiterung der internationalen Kundenbeziehungen eröffnen sich für unser Konzerngeschäft vielfältige Chancen: So ergeben sich bei durchgängiger Automatisierung Kostensenkungspotenziale von mittelfristig rund 30 Prozent und langfristig von rund 50 Prozent. Durch das weitere Wachstum des Gesamtmarktes dürfte sich außerdem der Anteil des sekundären (also recycelten) Siliziums vergrößern. Eine zunehmende Bedeutung wird das Recycling zudem durch die jüngst auch in den USA diskutierten Die Entsorgungsverpflichtungen für Solarstromhersteller bekommen. Für die Unternehmen wie die SOLARWORLD, die bereits heute recyceln ein wichtiger Wettbewerbsvorteil und eine Chance. Leistungswirtschaftliche Chancen


Künftige Absatzmärkte 2009+

Starke Marke und Kundenvertrauen als Fundament. Unser Konzern ist in den wichtigsten solaren Kern- und Wachstumsmärkten aufgestellt Weltkartenansicht Dank unserer soliden Marktpositionierung, die auf guten, stabilen Kundenbeziehungen und dem Wert der Qualitätsmarke SOLARWORLD fußt, erwarten wir 2009 weltweit ein Absatzwachstum für die SOLARWORLD im Modul- und Bausatzgeschäft.

In Deutschland erwarten wir ebenfalls ein Wachstum. In den USA planen wir aufgrund der positiven Markterwartung für 2009, unterstützt durch den Ausbau unserer Produktion vor Ort, eine Verdopplung unseres Absatzes. Im spanischen Solarmarkt herrschten 2008 noch außerordentliche Marktbedingungen und überdurchschnittliche Wachstumsraten. Der Solarstrommarkt Mit Einführung des Marktdeckels 2009 wird der Markt deutlich zurückgehen, was auch unseren Absatz in diesem Markt beeinflussen dürfte. Dennoch erwarten wir dank unserer etablierten Position im Dachanlagengeschäft eine Konsolidierung unserer Marktposition. In den jungen EU-Solarmärkten Italien, Frankreich, Griechenland und den Benelux-Staaten gehen wir von Zuwächsen für unser Geschäft aus. In Frankreich und den Benelux-Staaten etwa können wir auf eine 2008 geschaffene, solide Kundenbasis aufbauen. In Italien profitieren wir von unserer starken Positionierung bei Systemintegratoren und Fachgroßhandel.

Große Absatzpotenziale liegen angesichts des zunehmenden Energiebedarfs in Schwellen- und Entwicklungsländern. Das netzferne Solargeschäft (Off-grid) werden wir daher strategisch ausbauen: Dazu zählt die logistische Erschließung durch die regionale Produktion – wie am Beispiel Südkorea erfolgreich umgesetzt – sowie Investitionen in unser Vertriebsnetz in Asien, Afrika, Australien und Südamerika und eigens für die ländliche Elektrifizierung entwickelte Produkte.

Im externen Wafergeschäft werden wir nach wie vor internationale Kunden bedienen und unsere Marktposition als Qualitätshersteller mit der Marke SOLSIX® ausbauen.

 


Künftige Produkte und Dienstleistungen

Neue Produkte für Märkte in netzfernen Regionen. 2009 werden wir neue Solarmodule, sogenannte »rurale« Module, in den Markt einführen. Aufgrund ihrer kompakten Bauweise eignen sich diese Module hervorragend für Inselanlagen zur Stromversorgung in ländlichen netzfernen Gebieten (»solar home systems«). Die Qualitätsmerkmale entsprechen denen unserer netzgekoppelten Standardmodule: Dazu zählen die Verarbeitung von Qualitäts-Solarzellen aus eigener Fertigung, die Verwendung hochwertiger Folien, Rahmen und Glasgeometrien wie bei den Standardmodulen sowie die Zertifizierung nach den weltweit geltenden Normen IEC 61215 und IEC 61730 (in Planung: Listing bei UL).

Kristalline Solarstromprodukte mit stets optimiertem Preis-Leistungs-Verhältnis bleiben in naher Zukunft unser Kerngeschäft. Weiterentwickelte Wafer-, Zell- und Modulgenerationen mit höheren Wirkungsgraden, verbesserter Materialausbeute und entsprechender Kosteneffizienz fließen sukzessive in unseren Produktionsprozess ein Forschung und Entwicklung

Die serienreife Markteinführung unserer aus eigener Entwicklung stammenden nachgeführten Solarstromsysteme (SUNTRAC®) planen wir im Laufe des Jahres 2009. Diese Systeme steigern mittels sensorgesteuerter Ausrichtung zur Sonne den Ertrag um rund 35 Prozent.

 


Forschung und Entwicklung 2009+
Entwicklung neuer Verfahren und Produkte

Wettbewerbsvorteile sichern und ausbauen. Wir wollen unseren Wettbewerbsvorteil hinsichtlich Innovationskraft und Kostensenkung vom Silizium bis hin zum System deutlich ausbauen. Dabei dienen uns die internen Zielwerte zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung als Richtgröße Forschung und Entwicklung

Um dieses Ziel zu erreichen, wurden für 2009 Entwicklungsprojekte gestartet, mit denen wir über die gesamte Wertschöpfungskette eine entsprechende jährliche Kostenreduktion anstreben. Wir arbeiten zum Beispiel daran, den Wirkungsgrad zu steigern und die Siliziumausbeute durch die Produktion von dünneren Wafern sowie Reduktion von Sägeverlusten (Kerf Loss) und Waferbruch zu erhöhen. Weitere Entwicklungsprojekte dienen der Erhöhung des Anlagendurchsatzes über die Herstellung größerer Blöcke und einer reduzierten Zykluszeit bei der Kristallisation sowie der Substitution von kostenintensiven Verbrauchsstoffen.

Mit der Inbetriebnahme des Wafertechnikums im Frühjahr 2009 und des Zell- und Modultechnikums Ende 2009 können wir vollständig erprobte Automatisierungslösungen, Prozessvarianten sowie Hilfs- und Betriebsstoffoptimierungen in die Produktion überführen. Damit sorgen wir für konzernweit einheitlich hohe Qualitätsstandards und effiziente Prozessdurchläufe im Sinne einer »Corporate Technology« und wir werden damit Kostenpotenziale in der Fertigung heben. Unserem Unternehmen verschafft das einen deutlichen Wettbewerbsvorsprung, denn solches Kernwissen ist nicht von Instituten oder Zulieferfirmen anzukaufen.

Neue hocheffiziente Technologien, wie beispielsweise das derzeit entwickelte Wafer-RGS-Verfahren, können mittelfristig als neue Produktionsverfahren eingesetzt werden. Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte und neue Produkte in 2008 In der industriellen Produktion ließe sich der Siliziumbedarf um 50 Prozent reduzieren.

Zukünftige F&E-Aufwendungen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sollen sich 2009+ analog zu unserem Produktionswachstum entwickeln. Exklusive der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unserer forschenden Joint Ventures planen wir eine stabile bis leicht angehobene Forschungsquote (F&E-Aufwendungen/Umsatz x 100) zum Vorjahr. F&E-Aufwendungen

Forschung und Entwicklung wird weiter personell verstärkt. Um die Technologieentwicklung in unserem Unternehmen entsprechend voranzutreiben, werden wir den Bereich Forschung und Entwicklung personell verstärken. Unsere Planung sieht im Jahr 2009 einen Anstieg der Mitarbeiterzahl in der SOLARWORLD innovations um rund 40 Prozent (2008: 80 Mitarbeiter) vor.

 


Künftige Beschaffung

Das geplante Konzernwachstum 2008 zu 2009 ist im Rohstoffbereich, bei sinkenden Einkaufspreisen u.a. aus Langfristversorgungsverträgen, voll gesichert. Bei den Verbrauchsmaterialien ist die Versorgungssicherheit für 2009 vertraglich gewährleistet.

Für weitere Expansionsschritte 2009/2010 werden wir unsere konzerninterne Rohstoffposition durch jssi und Recycling weiter ausbauen sowie weitere Rohstoffverträge abschließen.

Da sich die weltweiten Siliziumkapazitäten bis Ende 2009 voraussichtlich verdoppeln werden, ist auch von einem Rückgang der Siliziumpreise ab 2009 auszugehen. Der zukünftige Solarstrommarkt

 


Mitarbeiter – zukünftige Entwicklung

Primäres Ziel unseres Personalmanagements wird der qualitative und quantitative Beschäftigungsausbau sein. Zudem wollen wir entsprechende Organisationsstrukturen entwickeln, die unsere geplanten Ausbaustufen unterstützen.

Ab 2009 ist die Schaffung von rund 250 neuen Stellen an unserem Produktions- und Forschungsstandort in Freiberg geplant, konzernweit werden wir in 2009 bis zu 450 weitere feste Beschäftigungsverhältnisse schaffen. Bis Ende 2010 wollen wir weltweit insgesamt knapp 3.000 Mitarbeiter beschäftigen, darunter Physiker, Chemiker, Elektrotechniker, Mechatroniker und Halbleiterspezialisten.

Darüber hinaus gilt, es strategische Kernbereiche wie Rohstoffsicherung (SUNICON AG) sowie Forschung und Entwicklung (SOLARWORLD INNOVATIONS GmbH) auszubauen.

Für 2009 planen wir, ein Talentmanagement zur Identifizierung von Leistungs- und Potenzialträgern in Richtung Führungs- oder Fachlaufbahn einzuführen. So wollen wir motivierte und kompetente Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen noch besser auf Schlüsselpositionen vorbereiten.

Für die weitere Förderung der gesellschafts- und standortübergreifenden Zusammenarbeit wird das Jahr 2009 einen großen Stellenwert einnehmen: Dazu zählt beispielsweise ein konzernweites einheitliches Grundverständniss einer SOLARWORLD Führungskultur weiterzuentwickeln und zu verankern – unter anderem über zusätzliche konzernweite Führungskräftetrainings sowie die Einführung des erweiterten Verhaltenskodex.

2009 werden wir unsere »Employer Branding Strategy« aktiv umsetzen. Den Schwerpunkt der Kampagnen zur Positionierung von SOLARWORLD als Wunscharbeitgeber werden wir im Jahr 2009 zunächst in Deutschland und den USA setzen. Unser Ziel ist es, im Wettbewerb um die Talente (»Compete for the right talents«) auch künftig die Besten für uns zu gewinnen.