Für die Solarstromtechnologie ergeben sich daraus vielfältige Chancen, denn Solarstrom lässt sich zuverlässig, unkompliziert und dezentral erzeugen. Mit Solarstromtechnologie können selbst netzferne Gebiete in ländlichen Regionen mit Strom versorgt werden, und das ohne zuerst zeit- und kostenintensiv ein Stromnetz aufzubauen. Daher erwartet die EPIA bis 2030 einen signifikanten Anstieg des Marktanteils von netzfernen solaren Anwendungen (sog. Off-grid-Technologie). Bis zu drei Mrd. Menschen sollen bis dahin diese Art der Stromversorgung nutzen. Weltkarte Für die SOLARWORLD AG ist diese Entwicklung eine Chance, denn bereits heute haben wir uns in strategisch wichtigen Off-grid-Märkten wie Asien (SOLARWORLD ASIA PACIFIC PTE. ltd.) und Afrika (SOLARWORLD AFRICA LTD.) positioniert und zahlreiche Off-grid-Projekte erfolgreich realisiert. Damit schaffen wir uns einen Wettbewerbsvorsprung und festigen unsere Marktstellung als Zukunftsanbieter für Solarstromtechnologie in diesen bisher kaum erschlossenen Märkten.
Quelle: EPIA/greenpeace, 2008
Zeitnahe Netzparität. Den größeren Beitrag zur weltweiten Stromversorgung wird die Solarstromtechnologie jedoch on-grid leisten, also über die Einspeisung in Stromnetze. Dank Skalen- und Mengeneffekten, technischem Fortschritt und sinkenden Materialkosten durch geringere Preise für Silizium dürfte die Netzparität weltweit binnen eines Jahrzehntes erreicht sein. Wann genau dieser Zeitpunkt erreicht sein wird, hängt von verschiedenen, länderspezifischen Faktoren ab – bspw. der Sonneneinstrahlung und den jeweiligen Haushaltsstrompreisen. In Kalifornien, Hawaii und Italien, wo sowohl die Sonneneinstrahlung als auch die Preise für Haushaltsstrom sehr hoch sind, rechnet die EPIA bereits im Jahr 2009/2010 mit dem Erreichen der Netzparität. Deutschland, Frankreich und die meisten US-Staaten dürften bis 2015 nachziehen. In Italien bspw., wo die durchschnittliche Sonneneinstrahlung rund 1.400 kWh pro Quadratmeter im Jahr beträgt, würde die Netzparität bei einem Modulpreis von rund drei €/Wp (inklusive Installation) erreicht sein. Denn aufgrund der günstigen Einstrahlungsverhältnisse würden dann die Kosten der Solarstromproduktion bei ca. 0,23 €/kWh liegen und dies würde dem italienischen Endkundenstrompreis entsprechen. Für die Solarindustrie ergeben sich aus dieser prognostizierten Entwicklung enorme Potenziale, denn mit Erreichen der Netzparität wird Solarstrom zur wettbewerbsfähigen Konkurrenz für alle konventionellen Energieträger. Die bisherigen Marktanteile von Solarstrom in den verschiedenen regionalen Strommärkten dürften dann stark wachsen.
Wir gehen davon aus, dass der SOLARWORLD Konzern von dieser Entwicklung besonders profitieren wird und davon, dass wir unseren Umsatz in zahlreichen Märkten weiter ausbauen können. Einen besonderen Nutzen ziehen wir dabei aus unserer internationalen Vertriebsstruktur, mit der wir diese Märkte je nach Bedarf bedienen können. Wir planen, mit unseren Produkten frühzeitig die Netzparität zu erreichen und damit im Besonderen von der Erweiterung der Marktpotenziale zu profitieren. Grundlage dafür ist unsere intensive Forschung auf allen Wertschöpfungsstufen sowie eine strikte Kosten- und Materialeinsatzkontrolle in allen Prozessschritten mit der wir die Produktionskosten unserer Solarmodule reduzieren. Forschung und Entwicklung
Herausforderung Klimawandel. Ein wichtiger Wachstumstreiber für die Solarbranche ist auch die globale Sorge um den Anstieg der Treibhausgasemissionen und den damit verbundenen negativen Effekten nicht nur auf das Weltklima sondern auch auf die Weltwirtschaft. Laut IEA würden die Emissionen bei einer Fortführung der heutigen Energietrends bis zum Jahr 2030 bei 41 Gt CO2eq liegen. Eine solch dramatische Entwicklung käme nach Kalkulationen des ehemaligen Weltbank-Ökonomen Nicholas Stern Wirtschaftsschäden in Höhe von mindestens fünf Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts gleich. Mit anderen Worten: Die Welt kann sich eine fossile Energiezukunft nach derzeitigem Muster weder ökologisch noch ökonomisch leisten.
Quelle: Energy Information Agency, 2008
Vor diesem Hintergrund fordert die IEA neben einer Steigerung der Energieeffizienz auch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Nach IEA-Prognose könnten regenerative Energien im Jahr 2030 bis zu 40 (aktuell rund 18 Prozent) der weltweiten Gesamtstromerzeugung leisten – vorausgesetzt, die Regierungen würden ihren Ausbau schnell, dauerhaft und nachdrücklich forcieren. Dies käme einer Einsparung der Treibhausgasemissionen von bis zu 23 Prozent der im Referenzszenario prognostizierten Emissionen gleich.
Quelle: World Energy Outlook 2008, International Energy Agency
Chancen ergeben sich für die SOLARWORLD durch den zu erwartenden Anstieg der Nachfrage nach kohlendioxydarmen Technologien zur Stromerzeugung, wie beispielsweise der Solarenergie. Unser Konzern arbeitet stets an der Reduktion von Treibhausgasemissionen auf allen unseren Wertschöpfungsschritten: Unsere Emissionen legen wir im Rahmen des Carbon Disclosure Projects offen. Die Aktie